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Mittwoch, 6.9.06. Von Oberviechtach nach Regensburg (102 Km) Gleich vorneweg: das wird die Königsetappe der ganzen Reise werden! Die letzte Etappe also die schönste überhaupt - hab ich so auch noch nicht erlebt! Aufbruch um acht Uhr. Mein Vater fährt mit dem Auto voraus nach Regensburg, weil er dort babysitterisch gebraucht wird, und nimmt dabei den grössten Teil meines Gepäcks mit, so dass ich nur mit Notfallwerkzeug und Proviant unterwegs bin, wie gestern auch schon. Gleich zu Beginn wird mir klar, dass es mir heute gar nicht gross um's Landschaftsgucken geht, sondern fast ausschliesslich um die Lust am Radfahren, deswegen verschwindet die Kamera auch nach relativ kurzer Zeit in der Packtasche. Fotos vom Naabtalradweg hab ich ja in der Vergangenheit schon genug geschossen. Heute bin ich speedhungrig und wähle erstmal die teilweise neu ausgebaut Landstrasse von Oberviechtach nach Niedermurach. Hier ist es leicht abschüssig und bald kriecht mir das Adrenalin den Rücken hinauf und hinab, weil ich hier tempomässig recht an den Grenzen meiner eigenen Courage entlang laviere. Ich seh schon, ein Rennfahrer bin ich nicht...Das geht aber nur etwa vier Kilometer lang gar so schnell dahin, denn dann wartet wieder die Bahnlinie auf mich, der ich nun bis ins Naabtal folge. Von Zangenstein an bis zur Naab bin ich bisher immer nur auf der Landstrasse geradelt, die jedoch auf der anderen Talseite verläuft. Jetzt, auf der Bahnstrecke, ergeben sich ganz neue Perspektiven und Einblicke und auch die Ortschaften wirken ganz anders, wenn man sie von hier aus neu betrachtet. Und obwohl die Oberflächenbeschaffenheit dieses Weges zu wünschen übrig lässt, ist das Radeln hier wirklich ein Genuss. In Wölsendorf treffe ich auf den Naabtalradweg. Von hier aus geht es erstmal ganz flach nach Süden und zwar auf glattem Asphalt und natürlich klettert die Tachoanzeige gleich wieder nach oben. Schwarzenfeld, Schwandorf bis etwa Kallmünz bin ich immer noch recht flott unterwegs, bis ich langsam müde werde, denn soviel Kondition hab ich nun auch wieder nicht. Aber es läuft halt einfach gut und vor allen Dingen ist es heute windstill - und es ist eine Lust, in der Vormittagssonne Gas zu geben! Ab Kallmünz beginnt der idyllische Flussabschnitt, der Naabtalradweg ist ab hier auch nicht mehr asphaltiert und nun geniesse ich das schöne Wetter und die Landschaft und die Stimmung ringsum erst recht. Es ist sehr warm geworden, es sind sehr viele Radler auf diesem Abschnitt unterwegs und nun bin ich es, der laufend überholt wird. Und dann bin ich auf einmal da, wo ich letzten Freitag schon mal war: an der Fussgängerbrücke über die Naab bei Mariaort. Jetzt noch durch die Regensburger Innenstadt zum Hauptbahnhof und meine Zugverbindung umorganisieren, und dann ab zur Wohnung meiner Schwester...tja...Radfahren kann wirklich ein Hochgenuss sein! |
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