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Samstag, 1. September 2007. Von Rorschach
nach Oerlikon (58 Km) Gestern Nachmittag hab ich Margrit dann vom Bahnhof abgeholt und bin vorher recht lange am See gesessen, um die Aussicht und den See und das ganze Ambiente nochmals auf mich wirken zu lassen. Was für eine interessante und vielfältige Reise ich hatte! Ich lasse die einzelnen Stationen nochmals Revue passieren der Aufbruch von zuhause der Abschnitt zwischen Stockach und Mengen die Fahrt durch das Tal der Lone und der Brenz der Nachmittag in Rothenburg die Tour von Gössweinstein nach Neumarkt das Altmühltal und die kurze Begegnung mit dem Kätzchen ich bringe eine meiner besten Reisen nach Hause! Hier in Rorschach ist sie nun zu Ende, obwohl wir noch eine Etappe zu zweit fahren. Aber mein Solotrip, die Auseinandersetzung mit mir selber, hat hier ihren krönenden Abschluss gefunden. Wir feiern Wiedersehen, geniessen die Abendsonne und das gute Essen samt Rotwein auf der Hotelterasse, tummeln uns noch ein bisschen im Solbad und im Verlaufe unserer Unterhaltung spüre ich, wie wieder eine andere Zeit, ein anderer Lebensrhythmus bei mir anklopft. Heute Morgen gönnen wir uns erstmal eine kleine Zugfahrt von Rorschach bis nach Wil. Die Gesamtstrecke wäre zwar theoretisch mit dem Rad zu machen, aber wir müssen es ja nicht übertreiben. Wenn ich mich erinnere, sind es knapp über hundert Kilometer auf nicht unbedingt flachem Terrain und keiner von uns beiden hat heute Lust auf eine Gewalttour. Gestern haben die Muskeln nämlich irgendwie schon losgelassen und sind in Entspannungsmodus übergegangen. Und ich merke, dass ich, wie weiter oben schon erwähnt, innerlich mit der Reise abgeschlossen habe. Langer Rede, kurzer Sinn: wir nehmen erstmal den Zug und radeln von Wil aus nach Hause. Von Wil aus folgt man dazu den Wegweisern der "Mittellandroute", das ist die Nr. 5 der ausgeschilderten Radfernwege in der Schweiz. Dieser Weg führt durch Sirnach hindurch und am Bichelsee vorbei bis ins Tösstal, wo wir diesen Route verlassen und uns nach links, also flussaufwärts wenden. Und die nun folgende Strecke gehört schon zum Repertoire unserer heimatlichen Radtouren: dem Tösstal noch bis Saland gefolgt, und anschliessend über Pfäffikon und Uster bis zum Greifensee, wo wir uns unter all die Naherholer einreihen, die um den See herum unterwegs sind: Radfahrer, Jogger, Spaziergänger und Inline Skater. Vom Greifensee aus ist es nur mehr ein Katzensprung bis nach Oerlikon, wo wir am frühen Nachmittag ankommen und das übliche Procedere beginnt: Fahrrad abstellen und ein letztes Mal streicheln, Gepäck (und sich selber) in die Wohnung schleppen, die eingegangene Post kurz durchblättern und natürlich sofort den Computer hochstarten und nach dem Check der E-Mails mit dem Reisebericht beginnen Wohlan
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