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Samstag,
2. Mai. Von Ramsen nach Mengen (74 Km) Es folgt das "Erlebnis" Stockach: wütender Stadtverkehr und ich mittendrin. Tut mir halt schon leid, dass der Radweg nur bis fast in die Innenstadt reicht und der Radfahrer anschliessend auf der Strasse fahren muss. Immerhin finde ich diesmal auf Anhieb meinen Weg und verirre mich nicht und befinde mich bald auf der ungeliebten Strecke nach Zoznegg. Hier geht's halt mit dem Strassenverkehr bergauf und die Kombination von beiden will mir gar nicht so recht schmecken. Vor allen Dingen, weil die meisten Leute hier wie verrückt rasen und drängeln. Doch irgendwann liegt das hinter mir und ich gleite hinunter nach Zoznegg und kurble einen Lidschlag später die steile Rampe auf der anderen Seite des Ortes empor. Und auch das geht vorbei, worauf ich in ein tendenziell flaches oder sogar leicht abschüssiges Terrain eintauche. Ich bin im Tal des Flüsschens Ablach angekommen. Eine beschauliche Gegend mit viel Löwenzahnwiesen, renaturierten Baggerseen, angenehm zu fahrenden Wirtschaftswegen und nur bei Messkirch noch ein paar zu erklimmenden Wellenkämmen. Dort kommt mir auch der erste Radreisende des Tages entgegen, ein gross gewachsener Herr auf einem recht bepackten Utopia London. Uff, dieses Rad hatte ich auch mal. Zehn Jahre ist das schon her Mitten am Nachmittag erreiche ich dann Mengen. Erneut ist mir das Hotel Rebstock eine angenehme Bleibe und ich bin erstaunlicherweise weniger müde als damals mit der Speedmachine, obwohl meine jetzige Fuhre schwerer ist und ich nicht ganz so leichte Gänge zur Verfügung habe. Doch damals hab ich im letzten Drittel der Etappe noch recht Zunder gegeben, wenn ich mich recht entsinne, wogegen mich heute keinerlei diesbezüglichen Anwandlungen plagen. Morgen fahre
ich eine kürzere Etappe. Weil ich die vor mir liegende Strecke recht
gerne mag und ich sie ausgiebig und intensiv geniessen möchte, und
weil ich ehrlich gesagt noch etwas Zeit brauche, um mir über den
weiteren Verlauf der Reise Gedanken zu machen und eine endgültige
Entscheidung über die Streckenführung zu treffen. |
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