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Donnerstag,
7. Mai. Von Gunzenhausen nach Obereichstätt (67 Km) Das nenne ich nun mal wieder ein Wetter! Ein Himmel von blauestem Blau! Sonnenschein wie's sonnenscheiniger gar nicht geht! Nur die Temperaturen, also wirklich! Doch heute wird sich nicht beschwert, sondern dankbar angenommen. Ist ja eh "nur" ein Zwischenhoch, hört man von denen, die's wissen müssen. Warum spricht man immer vom Zwischenhoch und nie vom Zwischentief? Da heute Wochentag ist, darf ich schon um sieben Uhr frühstücken und bin dementsprechend früh auch auf Piste. Klar, erstmal noch die paar Meter zum Altmühlsee geradelt. Still liegt es da, das Gewässer, das künstlich angelegte. Ein paar Möwen fliegen herum und Arbeiter beginnen grad mit der Pflege der Liegewiese. Da wird wohl recht viel los sein, wenn das Wetter stimmt und Ferienzeit ist. Nachdem ich mir das alles ein paar Minuten angesehen habe, kehre ich hier um und lenke das Rad nach Süden. Eine Weile lang wird nun der Altmühltalradweg mein Begleiter sein und ich will das Flusstal einfach mal ganz bewusst geniessen. Bis Treuchtlingen
fahre ich über eine grossflächige Prairie, mit den Hügeln
des Hahnenkamms in der Ferne. Alles ist so wunderbar saftig grün.
Die Wiesenblumen blühen und die Kastanien in den Ortschaften tragen
ihre weissen Blütenkerzen, und von denen hab ich jetzt wirklich prachtvolle
und grosse Exemplare gesehen. Später wird das Tal eng und gewunden
und nach Solnhofen beginnt die typische Landschaft mit den Wacholderheiden
und Kalksteinfelsen, zum Beispiel den Zwölf Aposteln oder diesem
freistehenden Fels kurz nach Dollnstein. Am späten Vormittag ist
trotz des kühlenden und lebhaften Windes T-Shirt-Wetter angesagt.
Na endlich. Generell ist heute wieder ein Tag mit maximaler Genussausbeute
und so lasse ich mich gemütlich treiben. Allzu weit will ich eh nicht
kommen und das Hotel in Obereichstätt kommt gerade zur rechten Zeit.
Nachmittags und abends kann man auf der Hotelterrasse sitzen, die riesigen
Kastanien bewundern und die Abendsonne geniessen, gleichzeitig noch den
Gleitschirmfliegern zusehen, die den steilen Hang nebenan nach Aufwinden
abgrasen. Wenn nur nicht plötzlich diese komischen Schäfchenwolken
über das Firmament ziehen würden, genau die, die eigentlich
eine Gewitterfront ankündigen
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