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Ja,
das ist eine Zäsur. Gestern hatten wir uns noch Zugtickets
für die Bahnfahrt zum Neusiedler See besorgt und im Georgshof
in Podersdorf - wo wir eh ab Ende dieser Woche gebucht hatten
- angefragt, ob wir eventuell auch schon früher kommen könnten.
Das ist möglich. Passt! Sagt der Österreicher da. Also
reisen wir heute schon mit dem Zug an. So einfach kann das Leben
sein.
Morgens regnet es in Strömen, was unsere Entscheidung irgendwie
zu bestätigen scheint. In Wien ist man schnell und dort müssen
wir den Bahnhof wechseln. Doch alles geht recht problemlos. Die
Fahrt mit dem Rad durch Wien geht prima von statten, denn der
Weg ist in Wien vorbildlich ausgeschildert. Kurz und gut: am frühen
Nachmittag steigen wir in Neusiedl aus und machen uns auf dem
Weg nach Podersdorf.
Es ist ein anderes Land. Ein weiter Horizont, Schilf und Weinberge,
wohin das Auge nur blickt. Plötzlich fühlen wir uns
nach Südfrankreich, in die Camargue versetzt. Wir radeln
am Rande eines Schilfgürtels entlang ,und während wir
noch einem Fasan mit den Blicken folgen, tauchen neben uns drei
Frischlinge aus dem Schilf auf. Da machen wir uns lieber schnell
mal vom Acker, den mit einer wütenden Bache, die ihre Kids
in Schutz nimmt, wollen wir lieber mal nicht konfrontiert werden.
Bald sind wir in Podersdorf, finden unseren Weg zum Georgshof
und tauchen für zehn Tage in eine andere Welt ein...
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