Heute bläst es mich fast von der Fahrbahn. Als ich hinter Zoznegg auf der Landstrasse hinunter nach Stockach rolle - so vorsichtig wie möglich, weil ich meiner einen Bremse nicht mehr recht traue - schlagen mir Sturm und Regen mit solcher Wucht ins Gesicht, dass ich kaum mehr als Schrittgeschwindigkeit zulasse, um nicht zu kentern und auf die andere Fahrbahnseite getrieben zu werden. Es ist der Tiefpunkt der ganzen Reise, sowohl was die Aussentemperaturen anbelangt, als auch was meine Stimmung betrifft. Eine steile Abfahrt nach der anderen liegt auf dem Weg: Zuerst in Zoznegg, dann nach Stockach, in Wahlwies und auch vor Radolfzell. Dabei geht die Bremsleistung immer mehr zurück.
 

Erinnerungen an meine allererste Radreise werden wach, als die schwachen Felgenbremsen meines damaligen Rades bei einer Regenabfahrt ihren Dienst quittierten.

In Radolfzell geht dann gar nichts mehr und ich komme gerade noch bis zum Bahnhof, wo ich mir, vor Kälte und Nässe schlotternd ein Zugticket nach Zürich löse, gleichzeitig erleichtert und enttäuscht...

 

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    Nur die ersten paar Kilometer...  
           
    ...bleibe ich heute vom Regen verschont  
           
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