Dienstag, 9.9.2014. Von Ehingen nach Langenau (59 Km)

 

 
Hochnebel liegt über dem Tal der Schmiech. Die Sonne wird erst gegen Mittag, als wir uns schon auf dem letzten Streckenabschnitt zwischen Ulm und Langenau befinden, durch den Mix aus Quellwolken und Hochnebel dringen können. So radeln wir eben den Grossteil der Etappe durch den Dunst. Immerhin ist es warm genug, um kurzärmelig unterwegs sein zu können. Da uns das gestrige Abweichen vom Donauradweg solch schöne Ein- und Aussichten beschert hat, wollen wir auch heute eine Alternativstrecke testen, und zwar die Route durch die Täler der Flüsschen Schmiech und Blau.

Dazu radeln wir nordwärts aus Ehingen hinaus und folgen den Radwegweisern nach Blaubeuren. Ist ja alles prima ausgeschildert. Zuerst ist dieses Tal noch relativ breit, und die auf der anderen Talseite verlaufende B 492 nimmt man nur am Rande wahr. Etwas später, bei Schelklingen, wird es jedoch enger, und alle Verkehrstrassen - Bundesstrasse, Eisenbahn und Radwegführung - rücken nah zusammen. Die Hügel sind bewaldet, ab und zu spitzt blanker Fels durch den Wald, typisch für die Täler hier in der Gegend. Man kennt das von der oberen Donau zwischen Tuttlingen und Sigmaringen, oder aber auch vom Altmühltal. Nach einer kleinen Pause in Blaubeuren folgen wir der Blau talabwärts. Wenn man in das Wasser des Flusses blickt, wird einem sofort klar, woher er seinen Namen hat: obwohl es fast glasklar ist, weist es einen leichten Blaustich auf. Zumindest im Oberlauf, kurz nach der Stadt.
Allmählich wird das Tal wieder breiter, und bis circa Blaustein ist es sogar recht idyllisch zu nennen (wie das Schmiechtal prinzipiell ja auch). Ab Blaustein erreicht man dann das Einzugsgebiet Ulms und ist mit den typischen Begleiterscheinungen konfrontiert: Grosse Verkehrsachsen, Stadtverkehr, Baustellen, Lärm.

Zeit für die Mittagspause am Platz vor dem Ulmer Münster. Die heutige Alternativroute hat uns nicht so gut gefallen wie die gestrige Umfahrung. Zwar sind diese kleinen Flusstäler stellenweise sehenswert. Man teilt sich das alles jedoch mit dem Verkehr, der immer dann, wenn es eng wird, recht nah heran rückt. Und dann wird es eben laut.

Nach diesem Fazit und mit gefülltem Bauch machen wir uns auf zum letzten Abschnitt, rollen über das Kopfsteinpflaster des Fischerviertels zur Donau und folgen ihrem Lauf flussabwärts. Thalfingen, Ober- und Unterelchingen, dann sind wir im Donaumoos und gleich darauf in Langenau angekommen.

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    Hochnebel im Tal der Schmiech  
           
    ...  
           
    Pilze...  
           
    ...im Blautal  
           
    Der Hochnebel ist hartnäckig...  
           
    ...er lichtet sich erst...  
           
    ...kurz vor Ulm  
           
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