Freitag, 12.9.2014. Von Dinkelsbühl nach Gunzenhausen (43 Km)

 

 
Heute bleibt sie definitiv in der Packtasche, die unlängst in Frankreich erstandene Fotokamera. Es giesst nämlich in Strömen. Oder schüttet wie aus Kübeln. Oder Petrus hat seine Schleusen geöffnet. Wie immer man dieses Wetter auch nennen mag. Und das soll heute den ganzen Tag und bis über das Wochenende so weiter gehen. Und ausgerechnet heute wollten wir eigentlich nach Rothenburg ob der Tauber und morgen dann das obere Altmühltal entlang radeln. Wetter und Planung passen da einfach nicht zusammen, man kann es drehen und wenden wie man will. Wir beschliessen, uns von der geplanten Reiseroute (und damit von Rothenburg und dem oberen Altmühltal) zu verabschieden und heute trotz der Witterung direkt von hier bis nach Gunzenhausen zu radeln, wo es in einem Hotel mit Hallenbad ein freies Zimmer für uns hat. Da lässt sich die Schlechtwetterphase dann gut überstehen, und zwei Ruhetage am Stück werden uns auch gut tun.
Doch zuerst wartet noch eine Regenetappe auf uns. Wir balancieren auf dem glitschig nassen Kopfsteinpflaster aus der Innenstadt, suchen und finden ein paar Kilometer südlich von Dinkelsbühl den Wörnitzradweg. Dem folgen wir bis Wassertrüdingen, wo es eine Verbindungsroute ins Altmühltal gibt. Die Gegend hier wäre gerade so nach meinem Geschmack. Wiesen, ein mit Wieden gesäumtes Flüsschen mittendrin, sanfte Hügel, das Tal aber insgesamt doch weitläufig. Es ist halt der Regen beziehungsweise die tief ziehenden Wolken, die eine gute Sicht verhindern. Zum guten Glück haben wir Rückenwind, sodass wir die 43 Kilometer in Rekordtempo hinter uns bringen.
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