Dienstag, 16.9.2014. Von Donauwörth nach Günzburg (68 Km)

 

 
Ja, manchmal kommt man wirklich auf die Welt, wie man in der Schweiz zu sagen pflegt. Will in etwa heissen: Man macht seine Erfahrungen oder man zahlt Lehrgeld. Wir wollen von unserem Hotelzimmer in Günzburg aus die Unterkunft für die nächste Nacht in Biberach an der Riss reservieren. Nachdem alle Anrufe bei den Hotels, die sich auf meiner mitgenommenen Adressliste befinden, erfolglos sind (weil ausgebucht), kommen wir auf die glorreiche Idee, die Auskunft anzurufen, um die Telefonnummer der Touristeninfo in Biberach zu erfahren, vielleicht können die uns weiterhelfen. Die Auskunft verbindet uns direkt mit dem Tourismusbüro, und es gelingt uns auch, das anscheinend allerletzte freie Zimmer in Biberach zu ergattern (und das auch nur, da ein Gast dieses Zimmer kurz vor unserem Anruf storniert hat). Als wir an der Rezeption die Telefonate zahlen wollen, staunen wir nicht schlecht, dass dafür 33 Euro berechnet werden. Dreiunddreissig Euro! Die Auskunft hat für die Herausgabe der Telefonnummer bzw. die Weitervermittlung an die Touristeninfo 89 Einheiten berechnet. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Wenn man solche Dienste nur alle zehn Jahre mal nutzt, entgehen einem einfach so klitzekleine Änderungen wie neue Tarife und Gebühren. Tja…Lehrgeld, wie ich oben schon geschrieben habe.
Abgesehen davon war es heute erneut eine Nebeletappe entlang der Donau. Zuerst durch das Donauried, dann mit dem Autoverkehr durch die Städte Höchstädt, Dillingen, Lauingen und Gundelfingen, wobei ein überaus netter und zuvorkommender Wirt in einem Strassencafé in Dillingen sehr zum Gelingen der heutigen Fahrt und allgemeinen Hebung der Stimmung beigetragen hat. Bei Offingen setzten wir dann über den Fluss und uns südlich der Donau mit ein paar Hügeln auseinander. Immerhin kam da dann endlich die Sonne durch. Und sie blieb uns auch noch den ganzen Abend lang erhalten. Als wir auf dem Günzburger Marktplatz in der Abendsonne sitzen und beobachten, wie andere Radfahrer spät noch Unterkunft suchen, ist die Telefon-Episode längst schon gegessen und verdaut, und wir amüsieren uns über uns selber und unsere manchmal zum Vorschein kommende Weltfremdheit.
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    Grau in grau...  
           
    ...  
           
    Der Nebel lässt uns nicht los...  
           
    ...auf dem Weg durch das Donauried  
           
    ...  
           
    Erst nachmittags kommt die Sonne allmählich durch  
           
    Abends lässt sich auf dem Günzburger Marktplatz...  
       
    ...noch etwas Sonne geniessen  
       
    So geniesst eben jeder auf seine Art und Weise  
           
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