Sonntag, 4. Mai 2008. Von Nortorf nach Wischhafen (76 Km)

Nortorf > Gnutz > Aukrug > Hennstedt > Kellinghusen > Wittenbergen > Westerhorn > Steinburg > Süderau > Glückstadt > Wischhafen

Wir haben ja so ein Dusel mit dem Wetter! Strahlender Sonnenschein am Morgen! Sonntagswetter par excellence! Heute müssen wir uns erstmal langsam einradeln, denn wir waren gestern recht unsolide - Ouzo und Retsina in einem griechischen Restaurant, da muss ich wohl nicht viel dazu sagen. Da ist man morgens dann recht schläfrig und die ersten zehn Kilometer bis zu den Ortsteilen von Aukrug sind eh nicht so sonderlich aufregend. Ein Radweg entlang einer kerzengeraden Strasse, das macht einen nicht wirklich wach.

Zwischen Aukrug-Innien und Kellinghusen wird's dann aber doch sehr schön. Prima Routenführung auf kleine Strässchen, kurvenreich und leicht hügelig, mal durch Wäldchen hindurch, dann wieder über Ackerland und Wiesen. Es sieht erstaunlicherweise fast so aus wie bei uns in der Schweiz. So nähern wir uns dem Städtchen Kellinghusen, radeln noch an ein paar Hünengräbern vorbei und gönnen uns in der Innenstadt von Kellinghusen ein Eis.

Und von hier ist dann Schluss mit hügelig. Wir tauchen ein ins Marschland und haben bis nach Glückstadt keinen einzigen Höhenmeter mehr zu überwinden. Einmal, wir radeln da grad auf einer kleinen Asphaltstrasse durch's Breitenburger Moor, sonnt sich eine Ringelnatter auf der Strasse und lässt sich bereitwillig von mir fotografieren und ausgiebig betrachten. Minutenlang liegt sie da und rührt sich nicht, züngelt nur ein wenig. Und als ich mich kurz umdrehe und die Kamera verstaue, ist sie im Nu verschwunden.

Wir nähern uns Glückstadt, müssen zwischendurch noch ein paar Kilometer neben einer grösseren Strasse herfahren, mit dem Autolärm in den Ohren, aber dann ist auch schon bald die Elbfähre in Glückstadt ausgeschildert und plötzlich stauen sich die Autos. Wir können wieder prima, wie in Kappeln, auf dem Radweg an der Autoschlange vorbeifahren und sind bald darauf auf dem Schiff, queren die Elbe und rollen noch die paar Kilometer bis zu unserem Hotel, dem Fährhaus Wischhafen. Wir haben einen Gartensitzplatz und nur ein paar Meter zum Yachthafen, bekommen ein leckeres Mahl serviert und das heisere Geschrei der Seevögel singt uns in den Schlaf…