Donnerstag, 8. Mai 2008. Von Schwarmstedt nach Mardorf am Steinhuder Meer (44 Km)
Schwarmstedt > Mandelsloh > Neustadt am Rübenberge > Mardorf

Auch heute gäbe es nichts zu meckern. Rein gar nichts. Das Wetter wie gehabt, wir sind schon um halb neun unterwegs, folgen der Beschilderung des Leinetal-Radweges, der uns mäandernd nach Süden führt und könnten wirklich bester Dinge sein. Aber irgendwie zieht das alles heute nicht so recht. Und zwar bei uns beiden nicht. Um elf Uhr kommen wir in Neustadt am Rübenberge an, setzen uns in ein Café, schauen zuerst uns an und dann die Landkarte und schnaufen erstmal tief durch. Heute ist schon der siebte Tag, an dem wir auf dem Rad sitzen und wir bräuchten einfach mal einen Ruhetag.

Auf dem aktuellen Kartenblatt des Radführers sieht man das Steinhuder Meer abgebildet, das eigentlich gar nicht auf unserer Strecke liegt und nicht eingeplant ist. Hinten im Übernachtungsverzeichnis sind Hotels auch für das Steinhuder Meer aufgelistet, und schon rattern die Gehirnzellen… dann bringt uns die Bedienung unser Bestelltes, sieht uns mit der Karte hantieren und empfiehlt uns, falls wir eine Unterkunft suchen, nicht etwa Steinhude, sondern Mardorf auf der anderen Seite des Steinhuder Meeres.

So beschliessen wir einen Abstecher dorthin. Ein paar Minuten später haben wir ein Hotelzimmer flott gemacht: das Seehotel Mardorf kommt dabei wie gerufen. Es liegt direkt am Ufer neben dem Schilfgürtel, unser Zimmer mit Balkon geht zum See hinaus und morgen bleiben wir auch noch dort und gönnen uns mal einen Tag Pause. Basta!

Freitag, 9. Mai 2008. Ruhetag in Mardorf

Wie üblich: ein Pausentag tut gut! Besonders wenn man ihn an einem so schönen Fleckchen Erde verbringen darf. Es ist traumhaft ruhig, kein Verkehrslärm, nur wenig Touristen (das wird sich aber spätestens morgen ändern, meint der Wirt hier), keine Hektik. Wir tun heute so gut wie gar nichts. Doch, wir schauen auf's Wasser und beobachten, wie sich das Licht mit der voranschreitenden Sonne ändert, wir lassen den Tag bei süssem Nichtstun vorbeiziehen und das ist auch gut so. Den Fischadler, der hier wohl unterwegs ist und hinter dem Schilfgürtel im Wald brütet, bekommen wir leider nicht zu Gesicht, aber das wär ja dann wirklich zuviel des Guten gewesen. Ein bisschen bescheiden muss man ja auch bleiben und sich mit dem begnügen, was einem zugeteilt wird, denn…