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Mittwoch,
14. Mai 2008. Von Creuzburg nach Bad Salzungen (70 Km) Es ist wirklich kaum zu glauben: erneut erwartet uns heute ein schöner Tag! Eigenartig, wie schnell man sich dran gewöhnen kann! Bis Gerstungen läuft es heute weiter wie gestern auch schon: ein schönes Flusstal mit gut befahrbaren Wegen. Dann schiebt sich irgendwann der Kegel des Monte Kali in das Blickfeld und plötzlich ist das Tal vom Kaliabbau, von Kieswerken und von zunehmendem Verkehr geprägt. Auch die Wegführung ist nun nicht mehr ganz so ideal wie vorher. Nach Merkers begehen wir zudem den Fehler, dass wir - um die im Tourenbuch eingetragene starke Steigung am Krayenberg zu umgehen - die letzten Kilometer auf der B 62 nach Bad Salzungen fahren wollen. Das tun wir uns aber nur eine Weile an und suchen dann schleunigst auf einer Alternativroute das Weite. Bundesstrassen ausserorts sind wirklich eine andere Liga - so was tut man sich besser nur an, wenn gar nichts anderes mehr geht. Dann der Kontrast in Bad Salzungen: viel Verkehr noch von den Gewerbegebieten bis zum Rand Fussgängerzone, und dann plötzlich die Ruhe und Beschaulichkeit eines Kurortes.
Was gibt es in Bad Salzungen? Natürlich diverse Bade- und Wellnesseinrichtungen! Wir machen es uns im Keltenbad gemütlich, dass direkt neben beziehungsweise hinter dem Gravierwerk liegt. Beim Dösen im Liegestuhl kann man ja durchaus schon so ein bisschen resümieren, denn die Hälfte der Reise ist vorbei, die Hälfte der Strecke auch. Bisher war es eine gelungene Tour, die zudem allerlei Ideen für neue Unternehmungen gebracht hat. Ich hab mir heute hier in einer Buchhandlung einen Radreiseführer "Thüringer Städtekette" gekauft. Und wenn man da drin ein bisschen schmökert, tun sich schon wieder neue Perspektiven auf. Zum Beispiel eine Ost-West-Querung Deutschlands von Görlitz bis Trier Hier in Bad Salzungen stellt sich auch die Grundsatzfrage, ob wir den Bodensee um jeden Preis erreichen wollen und damit bis zum Schluss der Reise ohne zusätzlichen Pausentag durchfahren, oder ob wir vielleicht nur bis Ulm radeln wollen und uns dafür noch ein/zwei Pausentage gönnen. Eigentlich ist das gar keine Grundsatzfrage, sondern nur eine rhetorische, denn es ist klar, dass wir bis zum Bodensee kommen wollen. Es gilt jetzt einfach die Etappen gut einzuteilen, dann wird das schon funktionieren. Wir wollen uns das in den nächsten Tagen einfach mal ansehen und wenn es gut kommt, dann radeln wir durch. |
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