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Samstag,
17. Mai 2008. Von Mellrichstadt nach Grafenrheinfeld (73 Km) All diese Verbindungsrouten zwischen den bekannten Flussradwegen haben es so an sich, dass man kaum Reiseradler auf ihnen trifft. Dabei sind diese Strecken landschaftlich genauso sehenswert, nur haben sie meistens einen gravierenden Nachteil: man muss etwas mehr klettern. So erging es uns beim Wechsel vom Leine- zum Werratal und nun eben auch vom Werra- zum Maintal. Gestern schon gab's ein paar Höhenmeter einzusammeln und heute wird's im zweiten Drittel der Etappe diesbezüglich auch noch was zu erfahren geben. Der Werra-Main-Radweg ist ab Mellrichstadt gut ausgeschildert (wenn man's genau nimmt, schon seit der bayerischen Grenze) und so gibt es keinerlei Probleme mit der Orientierung. Entlang des Flüsschens Streu radeln wir bis nach Bad Neustadt, wo wir einerseits auf die Fränkische Saale treffen und andererseits auf ein paar andere Radrouten, zum Beispiel den Radweg Fränkische Saale oder eine Rhönroute. Zwischen Bad Neustadt und Münnerstadt zweigen dann die anderen Routen ab und wir peilen den Main an. In Münnerstadt hat man wieder einmal das Gefühl, dass man auf Besichtigungstour um die Altstadt geschickt wird, doch kurz darauf darf man für ein Stündchen eine schmale und kurvige Waldschneise entlang radeln. Recht ruhig und fast einsam ist das hier. Da sieht man auch mal einen Fuchs auf einer Lichtung stehen und ein Mauswiesel den Radweg kreuzen, von den Rehen am Waldrand ganz abgesehen. Irgendwann hat diese Idylle dann ein Ende und wir radeln in Sicht- und Hörweite der Autobahn nach Rannungen. Hier sind wir schon im zweiten Etappendrittel und fluchen nicht etwa wegen der Steigungen, sondern wegen des Gegenwindes, der sich nun auf dieser freien Hochfläche sehr bemerkbar macht. Wobei mich das mit dem Liegerad eher nicht so sehr tangiert, Margrit dagegen schon. Nach Rannungen dürfen wir uns auf einer längeren Abfahrt erstmal wieder etwas erholen, bevor wir mit der Situation in Pfersdorf konfrontiert werden: hier wir innerorts die Strasse neu gebaut und die sonst so vorbildliche Beschilderung lässt uns hier im Stich. Dazu geht es im Örtchen selbst auch noch steil bergauf, auf dem Schotter der noch nicht fertig gestellten Strasse. Und oben kommen wir dann dummerweise ganz falsch auf der Bundesstrasse heraus. Mist! Also wieder mal die Zähne zusammen beissen und ein paar Schwerverkehrminuten aushalten In einem der kleinen Orte im Einzugsgebiet Schweinfurts treffen wir auf ein Kneippbecken, das wir Spasses halber ausprobieren (und was auch wirklich gut tut!) und bald darauf rollen wir schon auf dem Radweg neben einer Ausfallstrasse hinein nach Schweinfurt, dann in die Innenstadt, dann noch ein Weilchen im Kreis und schon sind wir am Main und haben uns in den Mainradweg eingefädelt. Noch ein paar Kilometer die Mainauen entlang und schon sind wir in Grafenrheinfeld, wo wir im Gasthof Alte Amtsvogtei Quartier beziehen. Schöne Etappe heute! Und das Wetter spielt immer noch mit, auch wenn es seit gestern kühl und bewölkt ist. |
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