Sonntag, 18. Mai 2008. Von Grafenrheinfeld nach Ochsenfurt (63 Km)

Grafenrheinfeld > Röthlein > Stammheim > Volkach > Sommerach > Kitzingen > Marktbreit > Ochsenfurt

Zwar ziehen dichte Cumuluswolken über den Himmel und darüber scheint auch noch eine Schicht Schleierwolken zu liegen, doch es bleibt auch heute wieder den ganzen Tag über trocken und angenehm kühl, also im Prinzip ideales Radlwetter. Dazu passt auch noch die ideale Wegführung am Main und genauso ideal ist die vorherrschende Windrichtung: es bläst mässig aus Norden, wir können also vor dem Wind segeln und müssen nicht wie gestern dagegen ankämpfen.

Es wird eine leichte und angenehme Tour, nicht allzu lang, also gerade richtig für einen Sonntagsausflug. Überall in den Städten rüstet man sich für diverse Weinfeste beziehungsweise den nachmittäglichen Ansturm der Touristen, und um Volkach und Sommerach herum haben sie heute einen autofreien Sonntag ausgerufen. Da sieht man dann die Radfahrer auf der Landstrasse fahren. Was uns gar nicht einfällt. Warum auch, wo doch die eigentliche Radtrasse so schön ausgebaut ist?

Der Main ist der einzige Fluss, den wir auf dieser Reise in seiner Fliessrichtung befahren und ich weiss nicht, ob es am Gefälle oder am Rückenwind liegt, jedenfalls rollt es heute prima und wir kommen schnell voran. Wirklich angenehmes Radeln hier. Man sollte sich den kompletten Mainradweg mal wieder vorknöpfen…

Bei Stammheim beginnen langsam die Weinberge, bei Volkach ist man schon mitten drin im Weinland und im Landkreis Kitzingen wird die Hälfte des Fränkischen Weines hergestellt (steht auf einer Infotafel). Der Anblick der Weinberge ist natürlich eine willkommene Abwechslung und stellt eine Erweiterung der schon gesehenen Landschaftsformen dar. Der Fluss selbst ist hier schon eine Wasserstrasse, ein Verkehrsweg, und man sieht ab und zu auch einen grossen Pott vorbei tuckern, ausserdem findet man die dazu gehörige Infrastruktur mit Schleusen, Anlegestellen, et cetera, vor.

Um die Mittagszeit rollen wir in die Ochsenfurter Altstadt und staunen nicht schlecht, dass a) die Innenstadt inzwischen saniert und verkehrsberuhigt und mehr noch dass b) die historische Steinbrücke abgerissen ist. Die Brücke wird aber anscheinend wieder aufgebaut, teilt uns die Wirtin unserer Unterkunft, des Hotels zum Schmied, mit.