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Dienstag,
26. April 2011. Von Riedlingen nach Ravensburg (57 Km). In Bad Saulgau kann man - zum Beispiel bei einer Kaffee-und-Kuchen-Pause am Marktplatz - ein modern renoviertes Fachwerkhaus mit Glasfassade bewundern. Warum ich es nicht fotografiert habe, kann ich jetzt nicht mehr sagen, wahrscheinlich war ich zu sehr vor Ehrfurcht erstarrt. Gefallen hat es mir jedenfalls gut. Nicht gefallen tut mir ein wenig später der Verkehr in Altshausen. Hier erwarten uns etliche Kopflose, die, es hat soeben zwölf Uhr geschlagen, vor lauter Mittagspauseneuphorie sämtliche Verkehrsregeln vergessen zu haben scheinen. Ausserdem laufen da wieder mal diverse grosse Verkehrsachsen durch den Ort und an der einen Strasse wird auch noch gebaut. Wir sind froh, als wir wieder draussen auf weiter Flur sind, wo ruhige Wege auf uns warten. Später, so beim Ort Mehlishofen, haben wir plötzlich einen weiten Blick hinab in ein Tal, an dessen Ende man die Basilika von Weingarten im Dunst erkennen kann. Dort hinunter, in diese Talsenke, gleiten auch wir und befinden uns damit auch schon auf der Einflugschneise nach Ravensburg. Es folgt das Übliche: Umgehungsstrassen, Stadtverkehr, ungeduldig drängelnde ortsansässige Radfahrer, alles wie gewohnt. Irgendwann - wir halten direkt neben dem Autohaus einer deutschen Nobelmarke - geht uns die Orientierung abhanden und wir finden plötzlich den Weg in die Innenstadt nicht mehr. Das ist doch mal eine gute Gelegenheit, so einen Autoverkäufer auf die Probe zu stellen, indem ich ihn nach dem Weg frage. Und siehe da: auch wenn man keinen Benz zu kaufen gedenkt, wird einem freundlich und sogar mit einem Witz auf den Lippen weiter geholfen. Ravensburg ist eine laute Stadt. Zumindest am Nachmittag. Ich kapiere auch das mit der Fussgängerzone nicht so recht, denn obwohl als solche gekennzeichnet, fahren die Autos trotzdem hier durch. Bei den Linienbussen ist es ja verständlich. Ravensburg wird jedoch leiser, als abends die Läden schliessen. Plötzlich erscheint uns die Stadt sehr sehenswert, mit den historischen Gebäuden und den Fassaden aus verschiedenen Epochen. Beim abendlichen Bummel kommen wir an einem Veloladen vorbei, der ein wunderschönes Bianchi Rennrad im Schaufenster stehen hat - der Rahmen im typischen hell türkisblauen Farbton Celeste lackiert (wie mein damaliger Optima Baron), das Teil ist ein wirklich eine Wucht. Später erhaschen wir noch einen Blick auf den imposanten alten Saal unseres Hotels, der heutzutage als Seminarraum genutzt wird. Die Wände sind in genau demselben Bianchi-Celeste-Farbton gehalten |
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