Donnerstag, 28. April 2011. Von Salem zur Insel Reichenau (68 Km).
Salem > Uhldingen > Überlingen > Sipplingen > Ludwigshafen > Radolfzell > Allensbach > Reichenau (Oberzell)

Brrr…heute ist es aber kalt! Und erstmal recht neblig. Wer ein nettes Stück Landschaft abseits des grossen Trubels am Bodensee erleben möchte, der kann von Salem aus nach Uhldingen fahren (oder umgekehrt). Das ist nicht weit und es gibt da eine Passage, genau zwischen Salem und dem Affenberg, an zwei Teichen entlang, die wirklich recht idyllisch ist. Für uns sind das ein paar sehr willkommene ruhige Minuten, bevor wir den Bodensee erreichen, denn dort ist es erstmal vorbei mit der Stille. Auf unserer Route auf der Nordseite des Überlinger Sees entlang ist man ziemlich viel mit dem Autoverkehr und -lärm konfrontiert. Zwar wird man bis circa Überlingen noch halbwegs davon verschont, doch spätestens wenn man die Stadt hinter sich gelassen hat, fährt man auf einem Radweg direkt neben der B34. So geht das bis Ludwigshafen und so geht das im Prinzip weiter bis nach Radolfzell. Immerhin fährt man immer wieder recht nah am See und später dann, auf der Strecke zwischen Ludwigshafen und Radolfzell, hat man auch den ein oder anderen Panoramablick nach Westen, Richtung Wahlwies und so weiter. Das sieht auch nicht schlecht aus.

Dann Radolfzell und die Strecke bis zur Reichenau, nun am Gnadensee entlang. Hier wird's zwar ein bisschen leiser, doch auch hier ist die grosse Verkehrsachse präsent. Aber wir kennen das, schliesslich sind wir nicht zum ersten Mal hier unterwegs. Zum ersten Mal allerdings übernachten wir auf der Insel Reichenau, was wir schon immer mal wollten. Unser Hotel liegt direkt gegenüber der Georgskirche. Da das Hotel samt Restaurant heute Ruhetag hat und wir die letzten Tage über sowieso kulinarisch mehr als auf unsere Kosten gekommen sind, bleibt heute die Küche kalt, sprich: wir haben uns unterwegs mit Proviant versorgt und machen es uns auf der verwaisten Hotelterrasse bequem. Wann haben wir zuletzt vis-à-vis eines UNESCO Weltkulturerbes gespeist? Ich glaub, das war 2005 in Lutherstadt Wittenberg in dem Restaurant direkt gegenüber der Kirche, an deren Pforte Luther damals seine Thesen schlug.