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Machen wir
doch mal eine kleine Liste mit den Vor- und Nachteilen einer Fahrradtour
bei Regenwetter:
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die
würzige, frische Luft nach stickig-schwülen Tagen |
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die
Sinnlichkeit der Natur, als ob sie unter der Dusche stehen
würde |
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die
Stille der Landschaft |
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da
die Fernsicht eingeschränkt ist, richtet sich der Blick
nach innen und man beschäftigt sich mit sich selber |
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da
die Fernsicht eingeschränkt ist, richtet sich der Blick
nach innen und man beschäftigt sich mit sich selber |
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eine
gewisse Ungemütlichkeit, bedingt durch die tieferen Temperaturen
und (vielleicht) dem Gegenwind |
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die
Nässe, die irgendwann auch durch die Regenklamotten dringt |
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der
Autoverkehr wird als noch lauter und aggressiver wahrgenommen |
Doch alles
Abwägen nützt nichts und man muss es nehmen, wie es
kommt. Also hoppeln wir bei Regen über das Kopfsteinpflaster,
setzen über die Donau und tauchen in den Auwald ein, der
den Fluss begleitet. Das Laub an Bäumen und Büschen
schirmt den Regen ab, kein Lüftchen regt sich hier im Blätterwald.
Oft schon hab ich diese Passage als Durststrecke empfunden, doch
heute macht sie mir Spass. Es gibt nämlich auch was zu sehen:
Auf der aufgestauten Donau treiben sich viele Wasservögel
herum, von denen die meisten sich wohl für ihre eigene Reise
in den Süden sammeln. Nachdem uns der Auwald irgendwann dann
doch wieder freigegeben hat, wollen die Städte Gundelfingen,
Lauingen und Dillingen durchfahren werden. Durch die regennassen
Strassen kommt uns der Autoverkehr heute sehr fordernd und laut
vor. In Dillingen wärmen wir uns schliesslich mehr schlecht
als recht in einem Stehcafé auf, so durchnässt, dass
wir uns nicht hinzusetzen trauen.
Daraufhin
wird es allmählich heller und es hört auf zu regnen.
Als wir die "schnelle" Passage durch das Donauried in
Angriff nehmen, ist der Asphalt bereits trocken und der Wind treibt
uns flott voran. Angesichts des schlechten Wetters, bei dem man
abends wohl kaum draussen in einem Strassencafé sitzen
will, haben wir uns für das Parkhotel oberhalb der Stadt
entschieden, das ich noch von der Reise
2004 her kenne. Irgendwie steht uns, durchfroren wie wir sind,
der Sinn nach so etwas wie Luxus. Und den bekommen wir dann auch:
Ein Zimmer mit Panoramablick über die Stadt. Abends kommt
sogar noch die Sonne heraus und wir können doch noch auf
der Terrasse sitzen. Ein Déjà-Vu-Erlebnis.
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