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Zweierlei
gilt es heute zu vermerken:
a) das Wetter ist nach gestrigen Regentag geradezu ideal zum Radfahren
und
b) wir sind wieder auf allseits beliebten Radwegen unterwegs.
Schon auf
dem Streckenabschnitt des Donauradweges, den wir heute noch befahren
(von Donauwörth nach Rennertshofen), sehen wir mehr Radler
als während der letzten vier Tage zusammen. Später,
auf dem Altmühltalradweg, geht es zu wie auf dem Münchner
Stachus zur Rush Hour. Nur im Urdonautal, also der Verbindungsstrecke
zwischen dem Donau- und dem Altmühltal, ist es vergleichsweise
ruhig.
Heute ist
es aber auch wirklich ideal! Dieses herrliche Spätsommerwetter!
Da kommen uns die paar Hügelchen gleich am Morgen sogar ganz
gelegen, denn von dort oben kann man weit übers Land blicken.
Wie jedes Mal, wenn ich hier entlang fahre, werden auch heute
Erinnerungen wach - die Begegnung mit dem Kätzchen
im Jahre 2007 oder, viel weiter zurück und in einem anderen
Zeitalter, die Episode mit der abhanden gekommenen Mutter auf
meiner allerersten
Radreise 1994. Der Sonnenschein taucht das alles heute in
ein helles, humorvolles Licht. Bei Rennertshofen verlassen wir
schliesslich den Donauradweg und wenden uns nach Norden. Die Landschaft
verändert sich allmählich, es wird jurassisch, die Hänge
beiderseits des Tales zeigen ihre Felsenzähne. Im Altmühltal
angekommen, gibt's erst mal eine Pause in Dollnstein, anschliessend
folgen wir den Mäandern des Flusses bis zum Städtchen
Pappenheim, wo wir heute übernachten werden.
Leider ist
am Dienstag in Pappenheim nicht so wahnsinnig viel geboten. Die
meisten Lokale haben Ruhetag, auch sonst ist nicht viel los, sieht
also eher nach einem Fernsehabend aus. Immerhin findet sich in
einer Parkanlage am Rande des Städtchens eine Weidekirche:
Gewissermassen eine Open-Air-Kapelle, deren Wände und Dach
aus Weidenzweigen bestehen. Das lässt sich zwar besichtigen,
aber leider nicht zufriedenstellend fotografieren.
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