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Dienstag, 6. September 2011
Von Donauwörth nach Pappenheim (68 Km)

Zweierlei gilt es heute zu vermerken:
a) das Wetter ist nach gestrigen Regentag geradezu ideal zum Radfahren und
b) wir sind wieder auf allseits beliebten Radwegen unterwegs.

Schon auf dem Streckenabschnitt des Donauradweges, den wir heute noch befahren (von Donauwörth nach Rennertshofen), sehen wir mehr Radler als während der letzten vier Tage zusammen. Später, auf dem Altmühltalradweg, geht es zu wie auf dem Münchner Stachus zur Rush Hour. Nur im Urdonautal, also der Verbindungsstrecke zwischen dem Donau- und dem Altmühltal, ist es vergleichsweise ruhig.

Heute ist es aber auch wirklich ideal! Dieses herrliche Spätsommerwetter! Da kommen uns die paar Hügelchen gleich am Morgen sogar ganz gelegen, denn von dort oben kann man weit übers Land blicken. Wie jedes Mal, wenn ich hier entlang fahre, werden auch heute Erinnerungen wach - die Begegnung mit dem Kätzchen im Jahre 2007 oder, viel weiter zurück und in einem anderen Zeitalter, die Episode mit der abhanden gekommenen Mutter auf meiner allerersten Radreise 1994. Der Sonnenschein taucht das alles heute in ein helles, humorvolles Licht. Bei Rennertshofen verlassen wir schliesslich den Donauradweg und wenden uns nach Norden. Die Landschaft verändert sich allmählich, es wird jurassisch, die Hänge beiderseits des Tales zeigen ihre Felsenzähne. Im Altmühltal angekommen, gibt's erst mal eine Pause in Dollnstein, anschliessend folgen wir den Mäandern des Flusses bis zum Städtchen Pappenheim, wo wir heute übernachten werden.

Leider ist am Dienstag in Pappenheim nicht so wahnsinnig viel geboten. Die meisten Lokale haben Ruhetag, auch sonst ist nicht viel los, sieht also eher nach einem Fernsehabend aus. Immerhin findet sich in einer Parkanlage am Rande des Städtchens eine Weidekirche: Gewissermassen eine Open-Air-Kapelle, deren Wände und Dach aus Weidenzweigen bestehen. Das lässt sich zwar besichtigen, aber leider nicht zufriedenstellend fotografieren.

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