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Und der definitive
Plan sieht nun so aus: wir folgen der Jagst bis zum Neckar, und
"machen" im Anschluss daran noch den kompletten Kocherradweg.
Den Kocher wollte ich eh schon längst wieder mal befahren.
Die Strecke der Jagst entlang bis nach Bad Wimpfen teilen wir
uns - obschon durchaus an einem Tag machbar - auf zwei Tagesabschnitte
auf, damit die Landschaftsguckerei nicht auf der Strecke bleibt.
Kühl
ist es heute. Die Nachwirkungen beziehungsweise Wolkenreste des
gestrigen Gewitters hängen noch am Himmel, als wir erstmal
aus der Stadt fahren und die Hügel erklimmen, die beide Flusstäler,
das Tauber- und das Jagsttal - voneinander trennen. Im Jagsttal
angekommen, läuft es dann fast wie von alleine. OK, der Gegenwind
ist auch heute nicht ohne, doch durch die vielen Schleifen des
Flusses ändert sich das immer wieder. Das Tal ist sehenswert.
Die Schatten der Wolken wandern über die Landschaft und das
dadurch ständig wechselnde Licht lässt alles doppelt
lebendig erscheinen.
Das Kloster
Schönthal ist wieder für eine Pause gut, auch wenn es
heute nicht ganz so ruhig ist, weil man renoviert und Baumaschinen
für eine gewisse, allerdings nicht allzu penetrante, Geräuschkulisse
sorgen.
Wir ziehen
weiter bis Jagsthausen und dort gibt's ein schönes Zimmer
für uns. Und zwar auf der Götzenburg. Sag's ihm
und
so weiter. Überhaupt ein sehenswertes Örtchen, dieses
Jagsthausen. Zum Beispiel die ungewöhnliche Kirche mit der
hölzernen Empore und dem interessanten Halbrelief an der
Wand des Eingangsbereiches. Und abends ist im "Roten Schloss"
noch was geboten: im Innenhof spielt ein Gitarrenduo irgendwas
Virtuoses im Schnittbereich zwischen Flamenco, Zigeunerjazz und
Pop. Mann, sind die Jungs gut!
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