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Montag, 12. September 2011
Von Bad Mergentheim nach Jagsthausen (43 Km)

Und der definitive Plan sieht nun so aus: wir folgen der Jagst bis zum Neckar, und "machen" im Anschluss daran noch den kompletten Kocherradweg. Den Kocher wollte ich eh schon längst wieder mal befahren. Die Strecke der Jagst entlang bis nach Bad Wimpfen teilen wir uns - obschon durchaus an einem Tag machbar - auf zwei Tagesabschnitte auf, damit die Landschaftsguckerei nicht auf der Strecke bleibt.

Kühl ist es heute. Die Nachwirkungen beziehungsweise Wolkenreste des gestrigen Gewitters hängen noch am Himmel, als wir erstmal aus der Stadt fahren und die Hügel erklimmen, die beide Flusstäler, das Tauber- und das Jagsttal - voneinander trennen. Im Jagsttal angekommen, läuft es dann fast wie von alleine. OK, der Gegenwind ist auch heute nicht ohne, doch durch die vielen Schleifen des Flusses ändert sich das immer wieder. Das Tal ist sehenswert. Die Schatten der Wolken wandern über die Landschaft und das dadurch ständig wechselnde Licht lässt alles doppelt lebendig erscheinen.

Das Kloster Schönthal ist wieder für eine Pause gut, auch wenn es heute nicht ganz so ruhig ist, weil man renoviert und Baumaschinen für eine gewisse, allerdings nicht allzu penetrante, Geräuschkulisse sorgen.

Wir ziehen weiter bis Jagsthausen und dort gibt's ein schönes Zimmer für uns. Und zwar auf der Götzenburg. Sag's ihm…und so weiter. Überhaupt ein sehenswertes Örtchen, dieses Jagsthausen. Zum Beispiel die ungewöhnliche Kirche mit der hölzernen Empore und dem interessanten Halbrelief an der Wand des Eingangsbereiches. Und abends ist im "Roten Schloss" noch was geboten: im Innenhof spielt ein Gitarrenduo irgendwas Virtuoses im Schnittbereich zwischen Flamenco, Zigeunerjazz und Pop. Mann, sind die Jungs gut!

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