Ich hab wieder mal ein Thema, über das ich mich aufregen kann. Nach endlos weiterlaufenden Lüftungen in Hotelbadezimmern und nicht Wasser haltenden Lavabos sind es diesmal Radfahrer mit ultrahellem Tagfahrlicht. Fast jeder mit einer solchen Lichtmaschine ausgestattete Pedaleur blendet mich so, dass ich mein Haupt abwenden muss. Dabei befindet sich der Kopf bei meiner aufrechten Sitzhaltung auf dem Birdy gefühlt so weit oben wie auf dem Grossmast der Gorch Fock. Es sind die typischen Seniorenkutschen: Elektroräder im Hollandradstil. Wer achtet eigentlich darauf, dass die Funzeln auch richtig eingestellt sind? Ich spreche einen "Kandidaten" darauf an und er meint nur lapidar, dass das so sein muss. Was soll man machen? Wird halt jetzt gefördert und den Leuten wird eingetrichtert, dass es zu ihrer eigenen Sicherheit beiträgt. Aber tut es das wirklich? Als Liegeradfahrer hat man zum Thema Sicherheit und Sichtbarkeit sowieso ein anderes Verhältnis, man weiss, dass sich angepasste Fahrweise und gegenseitiger Respekt vor dem anderen Verkehrsteilnehmer als um einiges wirksamer erweisen.

Das ist natürlich nicht alles, was es heute zu berichten gibt oder was den Tag seinen Stempel aufgedrückt hätte. Weiterhin bleibt uns das Wetter generell gewogen, obwohl es heute etwas kühler ist. Auch dräuen immer wieder mal dunklere Wolken und man weiss nicht so recht, ob sie denn nun ihren Inhalt behalten wollen oder eben nicht. Doch der Wind schiebt heute von hinten, je nach Flussschleife natürlich auch mal von der Seite.

 

In diesem Bereich ist das Tal oft wieder recht eng und windungsreich. Gerade die Gegend um Guxhagen fällt mir dazu ein. Bei Kassel weitet sich das Tal und man sieht die Wilhelmshöhe mit dem Schloss schon von weitem. Dann kommt man langsam in die Stadt und teilt sich den Radweg mit Fussgängern, parkenden Autos und den städtischen Radlern. Doch wir kommen gut durch, bleiben tendenziell immer am Ufer der Fulda und sind bald jenseits der Stadt, wo das Flusstal wieder enger und dicht bewaldet ist. Hier gibt es viel Fahrradverkehr auf dem schmalen Radweg, und hier kommen auch die vielen Leute mit den blendenden Radscheinwerfern entgegen. Ein paar hundert Meter fahren wir auch neben einer Landstrasse her, wo gerade ein Radrennen, anscheinend ein Zeitfahren oder Triathlon ausgetragen wird. Natürlich feuern wir die Radsportler an... "allez allez allez".

Hannoversch Münden empfängt uns dann hochtouristisch, man denkt fast an Colmar. Und hier mischen sich langsam die ersten Gebäude der Weserrenaissance mit ins immer noch Fachwerk dominierte Stadtbild.

 

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    Auch heute wird der Radweg...  
           
    ...wieder optimal geführt  
           
    Die Landschaft ist abwechslungsreich  
           
    Der Fluss zwischen Kassel und Hannoversch Münden  
           
    Hannoversch Münden  
           
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    ...  
     
    Kalinka..kalinka...
           
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