Zur Abwechslung regnet es heute leicht. Die Radlergruppe, die mit uns frühstückt, ist ganz entsetzt, als wir trotzdem aufbrechen. Also so schlimm ist das mit dem Regen heute aber wirklich nicht, da haben wir schon andere Situationen erlebt. Und siehe da, nach einer Stunde zeigt sich das erste Loch in der Wolkendecke, durch das der hellblaue Himmel schimmert. Später kommt dann die Sonne durch und es wird so sphärisch-dunstig-diesig, so wie ich es gerne mag.

Wir bleiben schön brav auf der rechten Seite der Weser. Ab Drakenburg bekommen wir immer wieder mal Panoramasichten auf den Fluss geboten. Wieder weht es aus Süden oder höchstens Südwest und wir profitieren vom Wind. Auf den letzten zehn Kilometern landen wir auf einem Radweg neben einer Bundesstrasse, der uns zwar Verkehrslärm bringt, uns aber auch schnell voran gleiten lässt. So radeln wir um die Mittagszeit schon über die Allerbrücke, von wo aus sich die Stadt Verden mit dem markanten Dom gut fotografieren lässt.

 

Nach der Stadtbesichtigung essen wir heute Abend ausnahmsweise im ruhigen Innenhof unseres Hotels und bekommen vom Nachbartisch auch noch eine Unterhaltung einheimischer Würdenträger mit, die so mir nichts dir nichts alte Schulgebäude abreissen, neue Parkhäuser errichten, kurz: Das Bild der Stadt verändern wollen. Da werden andere Leute wohl auch noch mitreden wollen.

 

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    Der Fluss bei Drakenburg  
           
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    Verden an der Aller mit dem Dom  
           
   

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