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| Es wird ja immer wieder
darüber debattiert, wenn nicht sogar heftig gestritten, ob es denn
nun Engel gäbe oder nicht. Die einen tun es als esoterischen Firlefanz
ab, die anderen sind dagegen felsenfest ob deren Existenz überzeugt.
Ich kann nur soviel dazu beitragen, als dass mir heute wirklich ein leibhafter
Engel erschienen ist. Und zwar in Gestalt der Wirtin des Gasthofs Herrenhof
in Rennertshofen. Als ich, mit gut 80 Km in den Beinen schon reichlich angemüdet,
dort nach einer Bleibe für die Nacht nachfrage und einen voll ausgebuchten
Gasthof vorfinde, schnappt sich mein Engel - der übrigens blond ist
- Telefonbuch und -hörer und klappert für mich die Übernachtungsmöglichkeiten
in der Umgebung ab. Lange vergeblich, bis es endlich grünes Licht und
für mich doch noch ein Zimmer gibt, allerdings in Burgheim, noch gut
9 Km entfernt und abseits meiner Route. So lande ich schliesslich im Gasthof
zur Pfalz in Burgheim, der so versteckt am anderen Ende des Ortes liegt,
dass ich ihn ohne Passantenbefragung nicht finde. Dafür gibt's dort
einen Biergarten und eine ebenfalls sehr herzliche Wirtin. Heute ist der
Tag der blonden Engel!
Heute will ich wieder mal ganz amtlich die Altmühl hinunter rauschen und durch das Urdonautal auf das der heutigen Donau treffen, eine Gegend, die mir schon immer sehr gut gefallen hat. Ich bin wieder sehr früh unterwegs und bin erstmal mit frischem Gegenwind und kalten Temperaturen konfrontiert. Doch es verspricht erneut ein sonniger Tag zu werden. |
Lerchen steigen hoch, Turmfalken rütteln über den Wiesen und Milane
und Bussarde kreisen im Aufwind. Noch ist das Flusstal weit, doch in der
Ferne rücken allmählich die Hügel näher, die der Altmühl
später das enge Korsett aufdrängen. Bei Treuchtlingen ist es
dann soweit. Es wird eng, der Fluss windet sich ab jetzt kurvenreich durch
das Tal. Damit spielt auch der lästige Gegenwind keine Rolle mehr.
Es wird zunehmend wärmer und schwüler. Treuchtlingen, Papenheim,
Sonthofen. Allmählich füllt sich der Radweg mit Radlern und
Wanderern. In Dollnstein gönne ich mir eine Pause im Gasthof direkt
neben der Brücke, den ich schon des Öfteren frequentierte. Es
ist Mittag und der Tacho zeigt gerade mal 56 gefahrene Kilometer an. Trotzdem
hat macht mich der Temperaturanstieg müde gemacht und ich spiele
mit dem Gedanken, mir hier ein Zimmer zu suchen. Aber dann ziehe ich doch
weiter und nehme die gut zwei Dutzend Kilometer bis ins Donautal noch
in Angriff. So komme ich schliesslich in Rennertshofen an, wo schon mein
Engel auf mich wartet
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Auch heute sieht es vielversprechend aus | |||||
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Im Altmühltal | |||||
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Kleines Flüsschen zieht seine Bahnen | |||||
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Immer wieder gerne gesehen und fotografiert: Die 12 Apostel | |||||
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