Ich bleibe an der Donau. Ein Blick aus dem Fenster erstickt jeden Unternehmungsgeist schon im Keim. Grau in grau, also ziemlich monochrom präsentiert sich heute die Welt. Mit der Zeit bekommt man es einfach satt. Irgendwann muss es doch auch mal wieder eine längere Schönwetterphase geben, nicht immer diese kleinen Zwischenhochs. Warum spricht man eigentlich immer vom Zwischenhoch und nie von einem Zwischentief? Als ob schlechtes Wetter der Normalzustand wäre. Ist er momentan aber. Heute ist so ein Tag, an dem man zuhause lang und ausgiebig frühstücken, Zeitung lesen und alles ganz ruhig und gemütlich angehen lassen und möglichst keinen Fuss nach draussen setzten würde. Mir jedoch bleibt nichts anders übrig, als das Ross zu satteln und mich mit dem Verkehr aus der Stadt zu schlängeln.

Gundelfingen ist die nächste Stadt auf meiner Route, weiche hier weiche ich auch vom Donauradweg ab und folge von nun an für eine Weile dem Flüsschen Brenz.

  Ein asphaltierter Wirtschaftsweg führt für ein paar Kilometer am Wasser entlang. Es riecht gut und die Vögel machen ein rechtes Spektakel. Bei Sontheim verlasse ich die Brenz und radle über Riedhausen und Langenau nach Elchingen wo ich wieder auf den Donauradweg treffe. Mittlerweile ist es ziemlich kalt geworden und der Wind, diesmal leider nicht von hinten, hat recht aufgefrischt. In Thalfingen überfalle ich eine Bäckerei mit Stehcafé, um mich etwas aufzuwärmen. Als dann auch noch erste Tropfen vom Himmel fallen, verlässt mich die Motivation ganz. Auf der Einflugschneise nach Ulm ist die Versuchung, zum Bahnhof zu radeln und die Reise abzubrechen, ziemlich gross. Aber irgendwas treibt mich dann doch weiter und so paradox es klingen mag: Als es dann wirklich zu regnen anfängt hebt sich meine Stimmung wieder. Alles ist besser als dieser Hochnebel in Verbindung mit dem frischen Wind. Ausserdem wird es mit dem Regen wieder etwas wärmer. Ich ziehe noch durch bis Ehingen und beziehe dort Quartier.
 

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    Gepflegte Hochnebel-Tristesse...  
           
    ...im Donaumoos  
           
    ...  
           
    Immerhin gibt es ein paar Farbtupfer  
           
    Und so bleibt's heute...  
       
    ...den ganzen Tag über  
           
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