![]() |
| Zweierlei: 1.) gestern
habe ich einen der hinteren Bremsbeläge verloren. Ich weiss beim besten
Willen nicht, wo und wie das geschehen sein könnte. Da ich ausschliesslich
vorne bremste, ist mir das völlig entgangen. Zwar war die Bremswirkung
der hinteren Bremse durch den vorgestrigen Austausch der Beläge mit
der Vorderbremse sehr gering, aber etwas genutzt hat es immer noch. Nun
hab ich nur noch die vordere Bremse. Immerhin greift die kräftig zu.
Was tun? Weiterfahren und auf eine Werkstatt hoffen? Oder gleich Abbrechen?
2.) Es ist einfach etwas völlig anderes wenn man beim Aufstehen von
einem blauen Himmel begrüsst wird. Erstaunlich, wie anders sich die
Landschaft präsentiert, wenn es Licht und Schatten gibt. Auch, wie
unterschiedlich eine Gegend wirkt, wenn man sie in entgegengesetzter Richtung
befährt. Es ist schon eine Weile her, dass ich hier von Ost nach West
geradelt bin und ich freue mich drauf. Die gestern abhanden gekommene Motivation
ist wieder zurückgekehrt, auch wenn mich die vorfrühlingshaften
Morgentemperaturen frösteln lassen.
Das mit der Bremse schlägt mir auf den Magen und trübt den Genuss etwas. Am Anfang wird sie heute auf die Probe gestellt, denn zuerst warten hügelige Passagen auf mich, mit der steilen Abfahrt von Datthausen ins Flusstal, bei der ich auf der Hinreise das Rad hinauf schieben musste. Doch es funktioniert und ich komme gut hinunter. Später wird es eh flach. |
In Riedlingen gibt es
heute ein Stadtfest. Schon von der Ferne hört man eine Band spielen.
Fetzen von "Bad Moon Rising" wabern über den Fluss. Auch
entlang des Radweges sind Stände und Buden aufgebaut und ich steige
ab und versuche das Rad durch die Menschenmenge zu schieben. Erstaunlich,
dass man Leute aus nächster Nähe lauthals anschreien kann, ohne
dass sie einen bemerken, geschweige denn Platz machen. Erst der Zusatz "Vorsicht,
sehr schmutzig" zeigt Wirkung.
Das liegt aber bald hinter mir und ich gleite durch das Donauried, sinniere darüber, warum ich diese flachen Riedlandschaften so mag und dass ich diesbezüglich während dieser Reise wirklich voll auf meine Kosten gekommen bin und geniesse manchmal einfach nur die Sonne. Dann bin ich schon in Mengen, suche erneut meinen Weg durch die Baustelle in der Innenstadt und ins Ablachtal und nähere mich Messkirch, wo ich nochmals übernachten werde. Es ist richtig warm geworden. Man muss sich nur ein windstilles Plätzchen suchen, denn falls ich es noch nicht erwähnt habe, auch heute war der kalte Wind ein Thema. Leider kam er nicht von hinten. In Messkirch finde ich schliesslich einen Fahrradladen. Doch es ist Samstag, 14 Uhr, und man kann mir dort nicht mehr helfen, weil alles schon ins Wochenende geht. So beziehe ich nachdenklich mein Zimmer und mache mir Sorgen bezüglich der morgen zu erwartenden steilen Abfahrten. |
|||||
![]() |
Bei diesem Wetter kehrt doch auch gleich die Motivation wieder zurück | |||||
![]() |
Munderkingen im Gegenlicht | |||||
![]() |
... | |||||
![]() |
... | |||||
![]() |
Frühling im Donauried... | |||||
![]() |
... | |||||
| zurück zum Menue ¦ zurück zum Text ¦ weiterlesen | ||||||