Sonntag, 7.9.2014. Von Salem nach Mengen (53 Km)

 

 
Ein blauer Himmel, Tau auf den Wiesen, vereinzelt noch ein paar Nebelfetzen, die von der Sonne gejagt werden - so fängt unser heutiger Tag an. Nach dem Frühstück verlassen wir Salem und folgen der Deggenhauser Aach nach Osten. Ein Radweg entlang der Landstrasse nimmt uns mit. Es ist ruhig, kaum Autofahrer, noch weniger Radfahrer, ein ruhiger Sonntagmorgen. Zwischen Untersiggingen und Wittenhofen knickt das Tal nach Nordwesten ab und steigt stetig, jedoch nur mässig an. Unser Radweg steht uns noch bis zur Ortschaft Ellenfurt zur Verfügung, dann müssen wir auf der Strasse selber radeln. Ganz am Ende des Tales, bei Eckbeck, wird es für ein paar Meter recht steil.

Bald sind wir oben, schwenken nach Osten und kommen am Illmensee vorbei. Die Landschaft hat sich verändert, das "Allgäuerische" hat dem "Donauischen" Platz gemacht. Nach einer welligen Passage erblicken wir unter uns das Pfrunger Ried im Tal der Ostrach, ein kleiner Fluss, der in die Donau mündet. Wir sind also schon auf dem Höhenniveau der Donau angekommen.

Zeit für eine Mittagspause im Ort Pfrungen - Biergartenatmosphäre samt Stammtischlern, Kirchgängern und Senioren mit E-Bikes. Früher haben wir nie drüber nachgedacht, weil es eine Selbstverständlichkeit war. Heute jedoch sind wir fast ein wenig stolz auf uns, weil wir das alles ohne Motorunterstützung auf die Reihe bekommen. Jawohl. Von all den bisher erkundeten Routen ist die Strecke durch das Tal der Deggenhauser Aach die angenehmste, um vom Rhein zur Donau zu gelangen.
Nach der Pause, die wie immer gut tut, gleiten wir auf einer kleinen, mit Birken gesäumten Strasse durch das Pfrunger Ried, bis wir kurz vor Riedhausen nochmals einen Schwenk nach Nordwesten machen, um zuerst auf einem recht groben Waldweg, dann auf asphaltierten Wirtschaftswegen der Ostrach zu folgen. Das Tal ist weitläufig, alles ist flach, keine nennenswerte Luftbewegung ist zu vermelden.

So lässt es sich ganz entspannt radeln. Ostrach, Jettkofen, Einhart, Enzkofen, ja sogar Bremen heissen die Ortschaften, durch die wir kommen, bis wir schliesslich mit Mengen unser heutiges Tagesziel erreichen.

Es hat sich einiges getan, seit ich letztes Jahr hier vorüber gekommen bin. Mit der Sanierung der Innenstadt ist man anscheinend fast fertig. Ein Grossteil der Hauptstrasse ist nun schon mit Pflaster belegt und ein Teil des Verkehrs wird wohl anders geführt. Und das Hotel Rebstock, in dem ich schon früher zwei oder drei Mal nächtigte, hat den Besitzer gewechselt und ist nun ein Steakhouse. Sie vergeht rasend schnell, die Zeit, und bringt uns Veränderung um Veränderung…
Weiterlesen
zurück zur Titelseite
zurück zum Menü

 
           
    Wie ein sonniger Morgen gleich Laune und Motivation hebt!  
           
    Schloss Heiligenberg thront auf dem Hügel  
           
    Letzte Nebelfetzen  
           
    Es geht das Tal der Deggenhauser Aach hoch  
           
    Oben angekommen...  
           
    ...ein Blick zurück  
           
    Vorbei am Illmensee  
       
    Hinab ins Tal der Ostrach...  
       
    ...und durch's Pfrunger Ried  
       
    Unterwegs...  
       
    ...im Ostrachtal  
           
  zurück zum Menue ¦ zurück zum Text ¦ weiterlesen