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| Ich bin immer noch nervös, wenn es um das Einladen von Fahrrädern
samt Gepäck in den
Zug geht. Ich mag mich noch gut an Zeiten erinnern, an denen ich die
Streetmachine mit ihrem langen Ausleger samt Packtaschen in enge
Zugabteile bugsiert habe. Oder das rasche Umsteigen in Bahnhöfen ohne Rampen oder
Aufzüge, wie es im ländlichen Frankreich gang und gäbe war (und oft noch
immer ist). Da fallen mir allerhand Episoden und Anekdoten ein. Gut
gegangen ist es immer, stressig war es aber bisweilen schon, und das
Nervenkostüm hat es während dieser Momente nicht immer leicht gehabt.
Heute jedoch stehen wir mit den gefalteten Birdys neben uns auf dem
Bahnsteig, mit dem Bewusstsein, dass manch Reisender grössere Koffer
mitschleppt als wir mit unseren kleinen Faltvelos. Als unsere S-Bahn nach
Winterthur einfährt ist alles flugs eingeladen. In kaum einer halben
Stunde sind wir vor Ort und folgen nun den dunkelroten Schildern der Veloroute "Wyland -
Downtown" nach Stein am Rhein. Mit zwei oder drei Momenten der Ratlosigkeit und ein paar
Metern Irrfahrt kommen wir gut aus der Stadt und befinden uns bald auf
dem Weg nach Norden. Das Wetter ist angenehm: Blauer Himmel, gesprenkelt mit weissen Wolken. Von Wind keine Rede, die Temperaturen im grünen Bereich. So radeln wir an Schloss Mörsburg vorbei, radeln von Dorf zu Dorf, und gleiten schliesslich hinunter ins Tal der Thur. |
Auf der anderen Seite des Flusses wartet die erste
richtige Steigung dieser Reise auf uns: Es gilt, das Tal zu
verlassen. Ein langer Anstieg hinauf in den Ort Neunforn, zuerst auf der
Landstrasse, dann auf einem Feldweg durch die Weinberge. Zuerst können wir noch im Sattel sitzen
bleiben, auf dem Feldweg müssen wir, obwohl unsere Räder prinzipiell recht berggängig sind,
absteigen und schieben. Steigungsprozente plus grobschotteriger Weg
vertragen sich einfach schlecht mit
den kleinen 18-Zoll Laufrädern. Irgendwann ist das geschafft und wir
sind oben am Talrand angekommen. Die Aussicht will
natürlich auch noch genossen werden. Weit darf der Blick in südliche
Richtungen schweifen. Kurz nach Mittag kommen wir in Stein am Rhein an und tauchen ein in den Massentourismus. Mittagessen ist angesagt. Wir beobachten die Reisegruppen mit ihren Guides, kommen mit einem Pärchen ins Gespräch, das vom Tandem auf ein etwas transportableres Gefährt umsatteln möchte, und verlassen den Trubel schiesslich wieder. Ein halbes Dutzend Kilometer noch, dann sind wir in Ramsen angekommen und checken, wie früher auch schon oft, im Hotel Hirschen ein. |
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| Blauer Himmel, weisse Wölkchen - was will man mehr? | ||||
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| Wir radeln an Schloss Mörsburg vorbei. | ||||
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| Hinter Schloss Mörsburg baut man Tabak an. | ||||
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| Hoppla... | ||||
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| Blick nach Osten ins Tal der Thur. | ||||
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| ...und in die andere Richtung. | ||||
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| Der Aufstieg aus dem Tal der Thur... | ||||
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| ...war zeitweise zu steil und zu grobschotterig für die Birdys. | ||||
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| Auch an Schloss Schwandegg geht's vorbei. | ||||
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| Massentourismus... | ||||
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| ...und Kultur... | ||||
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| ....in Stein am Rhein | ||||
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